Jahresrückblick 2018 – als alles anders kam

Taschenbuch "Die Magie der Lüge", Aufsteller mit Motivationsspruch und kranker Teddybär

Jahresrückblick 2018 – ja oder nein?

Vor dieser Frage stand ich in den letzten Tagen, denn 2018 ist bei mir einiges passiert – vor allem nicht so Schönes, worüber ich bislang auf dieser Seite nichts geschrieben habe. Es wäre aber kein richtiger Jahresrückblick auf mein Autorenleben, wenn ich die Faktoren, die es stark beeinflusst haben, einfach verschweigen würde.

Ich habe mich nun entschlossen, ihn doch zu schreiben. Denn mir bei mir steht unter 2018 trotz aller negativen Ereignisse letztes Jahr ein positives Fazit. Oder vielleicht doch eher ein positiver Ausblick?

Aber zum Anfang: 2018 war das Jahr, in dem ich krank war. 🙁

So richtig. Fast von Anfang bis Ende des Jahres. 🙁

Das begann im Februar (und wenn man es richtig nimmt, auch schon davor) mit Burn-out wegen Dauerstress auf der Arbeit. Weshalb ich von April bis Juni auch gar nicht in meinem Brotjob tätig war. Dumm nur, wenn man dann trotzdem Anfang April Abgabe für ein Manuskript (nämlich „Prophezeiungen für Jedermann“) hat und vor dem Burnout erst 3,5 Kapitel von 18 fertigbekommen hatte. 🙁

Aber es half alles nichts, Abgabetermin war Abgabetermin. Erholen und gesund werden musste erst mal warten. Und so habe ich mit jedem einzelnen Wort gerungen, mit jedem Satz und mit jedem Kapitel. Die Deadline und die noch fehlenden 60.000 Wörter habe ich zwar irgendwie geschafft, aber fragt mich nicht wie. An die beiden Höllenwochen Ende März und Anfang April erinnere ich mich gar nicht gerne zurück.

Buchcover zum Fantasyroman "Prophezeiungen für Jedermann"Und ich muss gestehen, als es Ende 2018 dann das erste Mal ans Lektorat für „Prophezeiungen für Jedermann“ ging, hatte ich echt Schiss vor der Rückmeldung. Wie gut / schlecht war das Manuskript? Würde meine Lektorin das Manuskript in der Luft zerreißen? Ich selbst konnte es nicht mehr einschätzen.

Zum Glück war dann doch nicht alles so schlimm wie befürchtet – bis auf die beiden Leseproben-Stellen, die wir im September und Oktober als Erstes überarbeitet haben und die dann gefühlt komplett umgeschrieben werden mussten. Das war dann doch im ersten Moment wenig verheißungsvoll für den Rest des Manuskripts. Aber zum Glück war das Feedback beim Rest des Manuskripts doch ganz positiv und das Arbeitsvolumen liegt im Durchschnitt meiner bisherigen Lektoratserfahrungen. Momentan nähere ich mich hier dem Endspurt, bis Monatsende soll das Lektorat zu „Prophezeiungen für Jedermann“ abgeschlossen sein und inzwischen habe ich mich mit dem „Höllenbuch“, wie ich es zeitweilig in Gedanken genannt habe, versöhnt und stehe dem Projekt wieder positiv gegenüber. 🙂

Man glaubt es kaum, aber auch wenn man ausgebrannt ist, können einem noch neue Buchideen kommen.

Und was habe ich im Februar bei der einen Idee geflucht! Ich habe die Idee GEHASST! Meine Muse GEHASST! Wie hatte sie mir das antun können?  Ausgerechnet die Idee für einen BILDUNGSROMAN!! 🙁 🙁 🙁

Aber was soll ich sagen, die Idee hat sich festgesetzt. Und ich habe inzwischen auch schon eine Idee, wie ich die Geschichte schreiben kann, ohne dass ich vorher erst mal zwei Jahre lang Bücherlisten aufstellen und mich quer durch die Literatur lesen muss. Kreative Freiheit nennt man das. Momentan steht das Projekt – und damit auch meine Muse – wieder auf der Positivliste. Ich weiß noch nicht, wann ich die Geschichte schreiben werde – vorher warten so viele andere Projekte und Reihen darauf, dass ich sie anfange bzw. weiterschreibe -, aber schreibe werde ich meinen „Bildungsroman“ so ganz ohne Fantasy auf jeden Fall. Und ich freue mich schon darauf, wer hätte das gedacht.

Auch die zweite Idee wartet noch darauf, ausgeplottet und geschrieben zu werden. Ein phantastisches Kinderbuch-Projekt dieses Mal, auf das mich ein Gespräch mit einer befreundeten Arbeitskollegin gebracht hatte. Und die Idee – und den Begriff – fand ich so klasse, dass ich mir dazu auch gleich die Domain gesichert habe, nicht dass mir am Ende ein anderer noch die Webadresse wegschnappt. Ob es ein Einzelband wird oder vielleicht eine Reihe, weiß ich noch nicht, mal schauen, wie viele Ideen mir zu dem Projekt noch kommen werden.

Idee Nummer 3 ist ebenfalls Fantasy für eine junge Leserschaft. Irgendwie kommen mir momentan viele tolle Ideen für Kinderbücher. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in den letzten Jahren wieder mehr phantastische Kinderbücher gelesen habe. Auch dieses Projekt wartet noch darauf ausgearbeitet und angefangen zu werden. Momentan kann ich noch nicht sagen, wann es an der Reihe ist.

Und noch eine vierte neue Idee wurde im ersten Halbjahr 2018 geboren. Dieses Mal jedoch eine Gemeinschaftsidee mit der lieben Lillith Korn. ❤️ Momentan liegt die Idee für das Fantasyprojekt auf dem Eis, da wir beide erst mal andere Projekte fertigbekommen müssen, aber ich freue mich schon riesig darauf, es mit der lieben Lillith zu schreiben. Das wird genial, Leute! 😀

Damit war das erste Halbjahr 2018 rum. Ich war zum Glück Mitte Juni wieder gesund und sah dem Rest des Jahres – auch dank der neuen Ideen – positiv entgegen. Im Juli kehrte ich dann in meinen Brotjob zurück, alles war super und ich freute mich, endlich mit meinen lieben Kolleginnen und Kollegen wieder zusammenzuarbeiten. Und dann kam die zweite Juli-Woche: Notaufnahme, Krankenhausaufenthalt Nummer 1, mehrere Eingriffe und Infektionen – das war alles plötzlich gar nicht mehr lustig. :'(

Zwei Monate Totalausfall mit insgesamt 3 Krankenhausaufenthalten, mehreren Eingriffen und einer OP folgten. Meine Deadline für #LuS1 Ende Juli konnte ich nicht einhalten. Auch hier war erst ein kleiner Teil des Manuskripts geschrieben. Zum Glück hatte der Verlag Verständnis für meine Situation und dieses Mal war erst mal gesundwerden angesagt.

Bis ich überhaupt das erste Mal das Manuskript wieder geöffnet habe, war es Ende August. Und die ersten Schreibversuche nach der langen Pause auch ein Testlauf für den Brotjob: Würde ich überhaupt die Kondition haben, so lange konzentriert zu arbeiten? Es war mühsam. Ich konnte nicht lange am Stück arbeiten und brauchte viele Pausen. Ich war unzufrieden mit mir selbst, weil es gefühlt so langsam voranging. Ich musste erst Geduld mit mir selbst erlernen. :/

Im September ging es dann wieder ins Büro und an Bürotagen war Schreiben plötzlich ein Ding der Unmöglichkeit. Ich hatte nicht die Kraft dazu. Motivation war wieder vorhanden, sogar im Überfluss, aber die Energie reichte nicht. Zum Glück kam dann Ende September der Urlaub. Zwei Wochen, die ich zum Erholen und Schreiben nutzen konnte. Und endlich wurde auch #LuS1, der Auftakt zu meiner neuen High Fantasy-Serie, endlich fertig und konnte an den Verlag gehen. Mit über zwei Monaten Verspätung. Es wurmt mich immer noch, obwohl ich aufgrund meiner Erkrankung und der Zeit zur geplanten Veröffentlichung keine neue Deadline vom Verlag bekommen hatte. Ich war mit mir selbst nicht zufrieden. 🙁

Anschließend kam das Lektorat für die Leseprobe zu „Prophezeiungen für Jedermann“. Bis zur darauffolgenden Lektoratsphase hatte ich Zeit, gesundheitlich war es allerdings bis Mitte/Ende November ein einziges Auf und Ab. Folglich ging es mit dem Schreiben nicht recht voran. Zumal ich ab Oktober auch einige Aufträge für Korrektorate hatte. Es hätte definitiv mehr auf dem Papier stehen können.

Doch schauen wir mal auf die reinen Zahlen:

Taschenbuchcover zum Roman "Die Magie der Lüge"2018 habe ich:

  • 1 Buch veröffentlicht (zwei weniger als 2017), nämlich das Taschenbuch von „Die Magie der Lüge“
  • 2 Schreibprojekte beendet (genauso viel wie 2017)
  • 4 neue Buchideen (1 mehr als 2017, wenn man nur Buchideen zählen würde, dafür fehlen wir aber die 5 Plots und Exposés aus 2017)
  • insgesamt knapp 190.000 Wörter geschrieben – und das sind nur 40.000 Wörter weniger als 2017! 😀

Wenn man bedenkt, wie lange ich 2018 überhaupt nicht schreiben konnte, weil ich zu krank war, ist das eigentlich ganz beachtlich. Ich kann sagen, dass ich 2018 anscheinend gezwungenermaßen effektiver geworden bin. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich meinen Buchblog eingestellt habe und mir die Deadlines im Nacken saßen. Auf jeden Fall bin ich mit dem Geschafften am Ende doch zufrieden. 🙂

Und das Wichtigste ist: Gesundheitlich geht es jetzt aufwärts. Und ja, ich bin immer noch nicht wieder so fit wie 2017, ich brauche länger und mehr Pausen als vor meiner Erkrankung, aber das ist okay. Inzwischen plane ich anders, bin (etwas) geduldiger mit mir selbst geworden.

Für 2019 steht einiges auf meiner To-Do-Liste und ich hoffe, dass einige der Projekte auch bald das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden. Und nein, ich habe noch kein genaues Veröffentlichungsdatum für #LuS1. Aber immerhin, nach dem Abschluss des Lektorats zu „Prophezeiungen für Jedermann“ soll es hier ans Plotten für den 2. Band gehen. Daneben warten zwei tolle Schreibprojekte auf mich und „Die magische Schatzsuche“ will auch endlich beendet werden – die arme Geschichte wurde etwas stiefmütterlich von mir behandelt. Immerhin habe ich hiermit schon Anfang 2015 angefangen und bin erst bei Kapitel 6. So langsam wird es Zeit.

Ich freue mich auf ein hoffentlich tolles (Schreib- und Veröffentlichungs-)Jahr 2019 mit euch und sage Danke, dass ihr mir die Treue gehalten habt, mir immer wieder tolle Nachrichten und Fotos schickt und tolle Rezensionen schreibt. Das bedeutet mir sehr viel und hat mich letztes Jahr, als es mir nicht gut ging, immer wieder aufgemuntert.

DANKE! ❤️❤️❤️

Eure Nicole

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